Die Städte Kanadas und Alaskas
Alaska
Anchorage:
Mit gut 265‘000 Einwohnern (über 40% der Gesamtbevölkerung) ist Anchorage die mit Abstand grösste Stadt Alaskas. Sie ist zudem das Handelszentrum, nicht aber die Hauptstadt Alaskas. Anchorage wurde nicht von Goldgräbern (wie so manch andere Ortschaft Alaskas) gegründet, sondern diente ab 1915 als Quartier der Alaska Railroad, der einzigen Eisenbahnstrecke durch Alaska. Die Stadt liegt im Süden Alaskas, am Ende der Bucht Cook Inlet. Die Nähe zum Meer sorgt für relativ milde Winter, dafür aber eher kühle Sommer.
Fairbanks:
Am Tanana River liegend, ist Fairbanks mit ca. 30‘000 Einwohnern etwa gleich gross wie Juneau und damit zweitgrösste Stadt Alaskas. 1902 wurde die Stadt während des Klondike Goldrush gegründet und war lange die grösste Stadt Alaskas. Dafür sorgte der günstige Standpunkt: Mit der Besiedlung Alaskas wurde Fairbanks zur Versorgungsstation der nördlicheren Regionen. Fairbanks, recht zentral in Alaska gelegen, wird vom Kontinentalklima geprägt: Die Winter können bissig kalt sein. Mit der tiefsten gemessenen Temperatur von -54.4 Grad Celsius gehört Fairbanks zu den kältesten Städten der Welt.
Juneau:
Juneau ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Alaska. Sie entstand 1880, als an einem später Gold Creek genannten Bach das begehrte Erz gefunden wurde. Die Region brachte bis in die 40er-Jahre über 200 Tonnen Gold hervor. Durch den Goldrausch war Juneau bald die bedeutendste Stadt Alaskas und wurde 1906 zur Hauptstadt. Die abseits gelegene Stadt wird durch keine Strasse erschlossen, sie ist nur mit Schiff oder Flugzeug erreichbar.
Kanada
Calgary:
Calgary, durch die Austragung der Olympischen Winterspiele im Jahre 1988 der Weltöffentlichkeit noch in guter Erinnerung, zählt knapp 1 Mio. Einwohner. Sie ist die viertgrösste und am schnellsten wachsende Stadt Kanadas. Sie liegt in der kanadischen Prärie, 80 km östlich der Rocky Mountains, in der Provinz Alberta. Die Ölmetropole Kanadas ist gleichzeitig die touristische Hauptstadt der Provinz: Dank der Nähe zu den Rocky Mountains ist die Lage ähnlich gut wie die Vancouvers, um Ausflüge in die berühmten Parks Albertas und British Columbias zu unternehmen.
Edmonton:
Edmonton liegt ziemlich zentral in der Provinz Alberta und ist auch deren Hauptstadt. Sie zählt ca. 730‘000 Einwohner und wird vom North Saskatchevan River durchflossen. Die Umgebung wird vorwiegend landwirtschaftlich genutzt und ist darum nicht sonderlich attraktiv. Es herrscht trockenes Kontinentalklima, daher gibt es grosse Temperaturunterschiede von Sommer zu Winter.
Montreal:
Montreal (franz.: Montréal) liegt im Osten Kanadas am Sankt Lorenz Strom in der Provinz Québec. Sie ist mit 1.6 Mio. Einwohnern die zweitgrösste Stadt Kanadas und mit Toronto zusammen Industrie- und Wirtschaftszentrum Ostkanadas. Inklusive Ballungsgebiet gilt Montreal als zweitgrösste französischsprachige Stadt weltweit, jedoch sprechen die Einwohner auch Englisch sowie 100 weitere Sprachen. Im Jahre 1976 fanden in Montreal die Olympischen Sommerspiele statt.
Ottawa:
Ottawa ist die Hauptstadt Kanadas. Die Ursprünge der Stadt liegen im Jahr 1827, damals entstand sie als Arbeitersiedlung mit Name Bytown, als mit dem Bau des Rideau Canals viele Arbeitsplätze in der Region entstanden. 1857 wurde Ottawa von der Königin Victoria zur Hauptstadt gemacht. Heute zählt die Stadt ca. 800‘000 Einwohner, wovon etwa die Hälfte englisch- und ein Drittel französischsprachig ist. Daneben sind etliche weitere Sprachen zu hören.
Québec:
Québec ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und zählt ca. 490‘000 Einwohner. Québec ist die zweitälteste europäische Kolonie in Kanada, 1608 gegründet. Von hier aus wurde der ertragreiche Pelzhandel im Norden Nordamerikas kontrolliert. Québec ist auch die Wiege der französischen Kultur in Nordamerika. Als Stadt mit der einzigen intakten Festungsanlage Nordamerikas wurde Québec ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Die Stadt ist nach den Niagara-Fällen das meistbesuchte Ziel im Osten Kanadas.
Toronto:
Mit 2.5 Mio. Einwohnern ist Toronto, die Hauptstadt der Provinz Ontario, die grösste Stadt Kanadas. Am nordwestlichen Ufer des Ontariosees gelegen, ist Toronto das kanadische Wirtschaftszentrum und einer der wichtigsten Finanzplätze weltweit. Die Stadt besitzt eine imposante Skyline (u.a. mit CN-Tower und Rogers Centre), welche z.B. von den vorgelagerten Toronto Islands besonders gut ersichtlich ist. Kulturell hat die Weltstadt viel zu bieten: U.a. ist sie eine der bedeutendsten Theaterstädte und beherbergt eine Jazzszene mit Weltruhm. Früher wie heute fürs Shopping bekannt ist die Yonge Street als Haupteinkaufsstrasse.
Vancouver:
Vancouver liegt an der Westküste Kanadas, in der Provinz British Columbia, nur gerade 45 km nordwestlich der Grenze zur USA. Die Stadt zählt ca. 580‘000 Einwohner und gilt als attraktivste Grossstadt Kanadas: Strände und grüne Parks beleben das Stadtbild, die Lage zwischen Meer, Fraser River und Küstengebirge ist beeindruckend. Als Siedlung im Jahre 1858 von Goldsuchern gegründet, sorgte der Bau der Eisenbahn für einen Wachstumsschub, so auch der Goldrush am Klondike River. Viele der chinesischen Arbeiter und Goldsucher wurden in Vancouver sesshaft. Heute ist ein Drittel der Einwohner asiatischer Herkunft. Im Jahre 2010 finden in Vancouver die Olympischen Winterspiele statt.
Whitehorse:
Whitehorse ist die Hauptstadt des Territoriums Yukon und umfasst mit ca. 23‘000 Einwohnern zwei Drittel der Yukon-Bevölkerung. Die Stadt ist nach den Stromschnellen des Yukon Rivers benannt, deren Kämme wie die Mähne eines weissen Pferdes ausgesehen haben sollen. Während des Klondike Goldrauschs 1898 war Whitehorse wichtiger Warenumschlagplatz der Goldsucher. Grosse Veränderungen brachte die zwei Jahre später erstellte Eisenbahnlinie (White Pass & Yukon Railroad), welche Whithorse mit der Hafenstadt Skagway (Alaska) verband. Einen Boom erlebte die Stadt beim Bau des Alaska Highways 1942, als tausende amerikanische Soldaten die Gegend besiedelten. Heute ist Whitehorse wichtiger touristischer Ausgangspunkt für Alaska- und Yukon-Reisen.
