Die Sprachen Amerikas



Alaska und Kanada befinden sich auf einem Kontinent, der durch die Europäer kulturell und sprachlich geprägt wurde. Die dominierenden Sprachen Amerikas sind somit die Sprachen der einstigen Kolonialmächte, Englisch, Spanisch und Portugiesisch, den meist verbreiteten Amts- und Verkehrssprachen. Daneben existieren noch grosse französischensprachige Regionen in Canada und den USA, als auch viele Gegenden, wo die Einwanderer aus Deutschland, Italien und anderen Ländern besonders zahlreich sind, wie in den USA, Südbrasilien oder Argentinien. Nicht zu vergessen die vielen Sprachen der indigenen Völker des Kontinents, die trotz erheblichem Assimilierungsdruck vor dem Aussterben bewahrt werden konnten.

In Nordamerika ist die englische Sprache das meist verbreitete Idiom, welches in den USA und Kanada gesprochen wird. In Mexiko, Mittel- und Südamerika ist die spanische Sprache vorherrschend. Wer also beispielsweise vor hat, Urlaub in Mexiko, Chile oder Paraguay zu verbringen, tut gut daran vorgängig etwas Spanisch zu lernen, um so besser mit der Bevölkerung in Kontakt treten zu können. Eine Ausnahme bildet das volkreiche Brasilien, wo Portugiesisch die Landessprache ist. Den mittel- und südamerikanischen Teil des Kontinents fasst man daher auch unter dem Begriff Lateinamerika zusammen.

Bezeichnend ist die Tatsache, dass die grossen Sprachen des Kontinents die Sprachen der europäischen Nationen waren, die historisch besonders grossen Anteil an der Entdeckung der Welt hatten und diese waren eben Portugiesen, Spanier und später die Engländer. Zwar hatten die Wikinger bekanntlich vor Kolumbus den Kontinent betreten, doch sprachhistorisch haben sie hier keine Spuren hinterlassen.

Aufgrund der Trennung von den Ursprungsländern haben alle großen Sprachen Amerikas Eigenheiten entwickelt, die sich sowohl im Wortschatz als auch der Aussprache niederschlugen. Besonders deutlich wird dies beim Englischen, dessen amerikanische Varietäten bedeutsame Unterschiede zum britischen Standardenglisch aufweisen. Zwischen britischem und amerikanischen Englisch ist das kanadische Englisch angesiedelt, welches sowohl sprachlich vom südlichen Nachbarn beeinflusst wird, als auch vom einstigen Mutterland. Dessen Königin ist auch heute noch das formelle Staatsoberhaupt von Kanada.